Welche Vorteile hat ein Blog für Autor*innen? (Bloggen für Autor*innen #1)

Welche Vorteile hat ein Blog für Autor*innen? (Bloggen für Autor*innen #1)

Eine der besten Möglichkeiten für Autor*innen, online auf sich aufmerksam zu machen und das Interesse von potenziellen Lesenden zu wecken, ist ein eigener Blog.

Vielleicht hast du selbst schon mit dem Gedanken gespielt, bist dir aber nicht ganz sicher, ob es das Richtige für dich ist? Dann findest du hier fünf Vorteile eines Blogs speziell für Autor*innnen, die dich bei der Entscheidungsfindung unterstützen.

1. Kostprobe gefällig?

Ein Blog ist eine wunderbare Möglichkeit für Schreibende, Außenstehenden eine kostenlose Probe von ihren Texten zu geben. 

Egal, ob du Kurzgeschichten, Gedichte, Schreib-Updates oder Tipps und Tricks auf deinem Blog veröffentlichst: Es zeigt, was du kannst und zieht sowohl potenzielle Lesende als auch Menschen an, die mit dir zusammenarbeiten wollen. 

Ich hatte zum Beispiel in der Vergangenheit die Möglichkeit, drei Jahre lang für ein Online-Magazin zu schreiben und an einem Buch als Co-Autorin mitzuwirken, nur weil die Herausgeber*innen auf meine Blogartikel aufmerksam geworden sind.

Du siehst also: Ein Blog kann dir Türen öffnen. Aber natürlich nur, wenn du ihn gut pflegst.

2. Verbindungen aufbauen

Durch einen Blog stärkst du die Verbindung zu deinen Lesenden. Du könntest etwa Hintergrundinformationen über dich, deinen Schreibprozess oder deine Geschichten teilen.

Auf diese Weise haben deine Lesenden die Möglichkeit, sich ein Bild von dir als Person zu machen. Warum das so wichtig ist? Ganz einfach: Menschen kaufen lieber von Menschen, die sie kennen und mögen. 

Wenn du ein Buch veröffentlichst, aber keiner weiß, wer du überhaupt bist, dann sind die Chancen geringer, dass sich jemand dein Buch genauer anschaut – völlig unabhängig davon, wie gut du schreiben kannst.

Bist du einer Person jedoch bekannt und hast ihre Sympathie gewonnen, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie etwas von dir kauft, deutlich höher. 

Das ist übrigens auch der Grund, warum Bücher von Influencern weggehen wie warme Semmeln, egal ob diese überhaupt schreiben können oder nicht. Kaufentscheidend ist häufig, ob jemand positive Emotionen mit dir als Person verbindet und nicht, wie gut oder schlecht das Buch ist. 

Die Betonung liegt hier aber auf kaufentscheidend. Ob den Lesenden das Buch am Ende auch gefällt, steht auf einem anderen Blatt. 

3. Google ist dein Freund

Unumstößlicher Fakt Nr. 1: Das Internet ist riesig.
Unumstößlicher Fakt Nr. 2: Die meisten Menschen nutzen Google, um sich in dieser Masse an Informationen zurechtzufinden.

Das heißt also: Wenn du möchtest, dass man auf dich aufmerksam wird, ist Google einer der effektivsten Wege zu diesem Ziel.

Aber wie findet man dich auf Google? 

Vielleicht hast du bereits eine Website oder Profile auf Social Media, die auf Google aufploppen, wenn man deinen Namen eingibt. Das ist schon einmal ein Pluspunkt. 

Doch wie viele Leute, denkst du, geben tatsächlich deinen Namen ein, wenn sie nach neuem Lesestoff suchen?

Nun, wenn du Stephen King oder Donna Leon heißt, vermutlich viele. Aber ich schätze mal, du gehörst nicht zu den großen Namen der Literaturgeschichte, sonst würdest du diesen Artikel nicht lesen.

Um auf Google gefunden zu werden, musst du Content veröffentlichen, nach dem gesucht wird. Und dafür eignet sich ein Blog perfekt.

4. Du bleibst unabhängig

Vielleicht denkst du jetzt: “Blog? Äh, nee, ich bin ja schon auf Instagram, das muss reichen.”

Hm. Ja, vielleicht reicht es für dich. Vielleicht hast du dort so eine große Community, dass dir ein Blog völlig überflüssig erscheint.

Dennoch möchte ich dir an dieser Stelle einen Hinweis geben, über den du zumindest fünf Minuten nachdenken solltest, bevor du das Thema Blog komplett über Bord wirfst.

Deine Social-Media-Accounts gehören nicht dir. Sie gehören den Herren Zuckerberg, Musk und dergleichen und wenn du dich nicht an ihre Regeln hältst, ihnen deine Nase nicht passt oder sie von heute auf morgen beschließen, den Laden dichtzumachen, hast du ein Problem. Dein Content, deine Follower, deine Reichweite – alles ist dann weg!

Ein Blog hingegen gehört dir selbst und unterliegt deinen eigenen Regeln. Abgesehen davon, kannst du bei vielen Anbietern von deinem Content und deinen Kommentaren Sicherungskopien machen, die du notfalls woanders hochladen kannst, falls dein Webhoster die Pforten schließt.

5. Raum für neue Erfahrungen

Ein Blog hat aber nicht nur eine tolle Wirkung auf Außenstehende, sondern auch auf dich selbst. Insbesondere, wenn du eher zu den schüchternen oder introvertierten Menschen gehörst, kann ein Blog dir dabei helfen, mutiger zu werden und über dich hinauszuwachsen. 

Hier ein paar Beispiele, was ich durch das Bloggen gelernt habe:

  • nein zu sagen und auf meine eigenen Grenzen zu achten
  • auch mal die Initiative zu ergreifen und proaktiv auf andere zuzugehen
  • mit Menschen zu kommunizieren und Kontakt aufzubauen
  • besser mit Kritik umzugehen
  • mutig meine Themen anzusprechen, auch wenn meine Ansichten nicht jedem passen

Dabei hast du auf einem Blog viel mehr Raum, um dich auszuprobieren, als das zum Beispiel bei einem Buchprojekt der Fall ist.

Bereit fürs Abenteuer?

Wie fühlst du dich jetzt, nachdem du diesen Artikel gelesen hast? Bist du neugierig geworden? Motiviert? Oder hast du für dich erkannt, dass ein Blog definitiv nicht das Richtige für dich ist? Was auch immer es ist, schreib’s gerne unten in die Kommentare. Ich bin gespannt auf deine Gedanken.

Für den Fall, dass du jetzt angefixt bist: Dies ist der Auftakt einer Reihe. Es kommt also noch mehr zum Thema Bloggen für Autor*innen und ich freue mich, wenn du weiterhin dabei bist.

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