Über das Scheitern

Über das Scheitern

Bei den Gedanken übers Scheitern finden sich bestimmt viele von uns an einem Moment in ihrem Leben. Wir stellen uns vor, dass wir uns in unsere Aufgaben stürzen, Herzblut hineinstecken und dann passiert einfach gar nichts. Das Projekt versinkt im Erdboden, alle Verlage lehnen uns ab, keinen Menschen interessiert irgendetwas, was wir machen. Das sehen wir als Scheitern an.

Es wird also Zeit, unsere Perspektive ein wenig zu ändern, denn Scheitern ist auch in dem Sinn nicht unbedingt etwas Schlechtes. Es ist wie mit allem im Leben: Wir müssen Fehler machen, um daraus lernen zu können. Scheitern ist wie einen Schritt zurück machen, damit man einen besseren Überblick hat und mit Anlauf einen neuen Versuch starten kann.

Vielleicht lehnen uns die Verlage ab, weil wir gerade nicht in ihr Programm passen, was nicht bedeutet, dass unser Projekt prinzipiell schlecht ist, es war an der Stelle eben nicht das Richtige für den Adressaten. Ebenso mit dem Gefühl, dass niemand sich für unsere Sachen interessiert. Wir haben vielleicht noch nicht die richtigen Leute gefunden.

Was ganz wichtig ist, wenn ein gefühlter Rückschlag kommt: weiter machen, nicht aufgeben. Vieler Anfang ist schwer und wir sind oft im Leben nicht an einer Stelle, an der uns die perfekten Chancen in den Schoß fallen.

Was wir machen können, um daran etwas zu ändern:

  • Netzwerken, um in die passenden Kreise zu gelangen – also Austausch mit anderen,
  • unsere Zielgruppe definieren und Wege finden, unsere Geschichten zu dieser Gruppe zu bringen,
  • üben – denn mit üben werden wir besser in dem, was wir tun möchten,
  • und manchmal müssen wir uns einfach unsere eigenen Chancen kreieren! (z.B. Selfpublishing,…)

Wir sollten uns auf jeden Fall ein Netzwerk aufbauen, in welchem wir uns aufgefangen fühlen, sollte uns eine Absage oder ein anderer Rückschlag hart treffen. Unterstützung ist wichtig, egal ob das nun Freunde und Familie sind oder Gruppen online in Foren oder sozialen Netzwerken.

Ich könnte jetzt auch Leute auflisten, die Rückschläge hatten in ihrer Laufbahn und irgendwann dann doch erfolgreich mit ihren Büchern wurden, aber das finde ich nur begrenzt hilfreich. Wir sind alle verschieden, wir gehen daher alle irgendwo einen Weg, der sich von anderen unterscheidet. Das ist völlig okay und macht doch alles interessanter. Wir können sicherlich voneinander lernen, können aber nicht alles einfach nur wiederholen, was andere bereits gemacht haben. Davon abgesehen, dass alle eine eigene Definition von Erfolg haben.

Ja, manche Menschen hatten vielleicht wirklich einfach Glück. Das bedeutet aber nicht, dass wir anderen es nie schaffen können. Wir müssen einfach nur an unseren Träumen dran bleiben und weiter machen. Und wenn wir die Lust verlieren oder uns anderes plötzlich mehr interessiert, dann ist es völlig in Ordnung, seine Träume zu ändern. Das ist kein Scheitern. Das ist gesund.


Wie geht ihr mit Rückschlägen um?

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