Verlage und das Geld

Verlage und das Geld

Vor kurzem gab es einen Aufschrei in der Buchbubble: Der Ravensburger Verlag verlangt nun 35€ für das Ansehen von Manuskripteinsendungen. Das hat sich danach sehr schnell wieder geändert und selbst die Lektorin, die ursprünglich erwähnt wurde, wurde aus dem Beitrag des Verlags gelöscht. Es scheint nun also alles wie vorher, doch der Aufschrei hallt nach.

Wer darf von mir Geld verlangen?

Prinzipiell fließt das Geld vom Verlag zu der schreibenden Person, niemals anders herum! Wir bringen dem Verlag schließlich das Produkt, das dieser an den Markt bringt, dafür sollten wir nicht auch noch draufzahlen müssen. Wurde das Buch über Agent*innen vermittelt, werden diese natürlich bezahlt.

Als Selfpublisher hat man einige Kosten auf sich sitzen, denn man übernimmt alles, was der Verlag sonst tun würde. Und ja, das kostet Geld. Manchmal auch nicht wenig. Im Selfpublishing sammeln sich Beträge für Lektorat, Korrektorat, Cover, Werbematerialien,… In dem Fall geben wir den Dienstleistenden einen Auftrag, der eben von uns selbst gezahlt wird.

Wer darf kein Geld von mir verlangen?

Verlage! Oder auch solche, die sich dafür ausgeben. Es gibt nämlich immer noch Druckkostenzuschussverlage, die gerne vorher Geld erhalten würden, damit sie das Buch veröffentlichen. Diese Kosten und das komplette Marketing bleiben an einem selbst hängen, dennoch fallen viele darauf herein, weil sie ihrem Traum vom veröffentlichten Buch nachrennen und an die falschen Adressen geraten.

Wenn ihr also auf der Suche nach einem Verlag seid, schaut euch bitte alles um den Verlag an, damit ihr vor unschönen Überraschungen nicht die Freunde an euren Projekten verliert oder plötzlich die Rechte an eurem Buch abgegeben habt. Auch wenn das ein wenig überspitzt ist und bestimmt nicht so schnell geht, soll gewarnt sein vor denen, die euch das Geld abnehmen möchten, wo es nicht angebracht ist.


Lasst euch aber nicht vom Schreiben abhalten. Die Welt braucht eure Geschichten!

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