„Eigentlich wollte ich ja schreiben…“

„Eigentlich wollte ich ja schreiben…“

Wir kennen es alle: Wir hatten vor zu schreiben, doch irgendwie kommen so viele Dinge dazwischen. Termine, der Haushalt, Arbeit, weitere Verpflichtungen und dann wollten wir doch eigentlich auch noch Zeit für uns und unsere Projekte haben.

Manchmal passiert das Leben einfach und wir können nichts anderes tun, als mit dem Flow zu gehen. Wir haben keine Zeit für Privates, oder uns fehlt die Energie, wenn wir alles andere abgearbeitet haben. Und manchmal halten diese Zeiten auch einfach eine Weile an. Doch dann kommt ein Umdenken. Denn wenn wir uns die Zeit nicht nehmen, können wir auch keine Zeit finden.

Vielleicht schaffen wir es, irgendwo etwas Zeit abzuspalten, eine halbe Stunde hier und da, ein Moment nur für uns und das Schreiben. Denn wie mit vielen anderen Beschäftigungen kann das Schreiben uns Erleichterung bringen, unsere Batterien aufladen, die Last auf uns etwas abmildern. Das Schreiben kann die Zeit am Tag oder in der Woche für uns sein, in der wir einfach nicht an die Welt da draußen denken müssen, wo wir nicht Haushalt, Arbeit und alles andere im Leben ins Gleichgewicht bringen müssen. Unsere Schreibzeit ist unsere Zeit.

Nun gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich Zeit zu verschaffen, die sind allerdings genau so individuell, wie wir alle sind. Egal wie wir es schaffen, wenn wir uns für eine Variante entscheiden, einen Zeitpunkt am Tag oder in der Woche festhalten, dann sollten wir alles daran setzen, diesen Moment einzuhalten. Die Regelmäßigkeit dieser Termine mit unseren Schreibprojekten wird uns voran bringen.


Aber dann gibt es noch das andere Problem: Konzentration. Wir könnten den ganzen Tag an jedem Tag Zeit haben und dennoch kommt nichts aufs Papier. Wir lassen uns von allem ablenken, was sich auch nur irgendwo in unserem Blickwinkel bewegt. „Oh, draußen ist ein Blatt vom Baum gefallen!“ – Im Herbst, das passiert da ja ganz selten, hab ich gehört. Plötzlich sind die Klamotten unbequem oder die Fingernägel stören oder man könnte sich ja noch einen Tee machen, die 5. Tasse, die heute kalt wird, weil wir wieder abgelenkt wurden.

Natürlich ist es nicht immer so schlimm, doch ab und an sitzen wir halt einfach da und alles andere ist interessanter als das Projekt vor uns. Wir würden gerne schreiben, aber diese Ablenkungen überall sind einfach zu stark.

Ein paar Tipps für das Schreiben am PC, wenn die Konzentration überall sein will:

  • Das Schreibprogramm auf Vollbild benutzen, damit die anderen Programme nicht im Sichtfeld sind.
  • In Etappen arbeiten (z.B. Pomodoro) und für diese Zeit alles andere ausblenden, danach in der Pause aber ein Mal quer durch alles durchklicken, was die Aufmerksamkeit haben möchte. Stellt euch auch einen Timer für die Pause, damit ihr nicht im Social Media Doomscrolling verschwindet und euch fragt, wo die letzten 5 Stunden plötzlich geblieben sind.
  • Wenn ihr mehrere Bildschirme habt, macht die anderen einfach aus. Benutzt nur den, auf dem ihr schreibt.
  • Solltet ihr mit Musik schreiben, versucht es einfach mal ohne, wenn das euch ablenkt.

Wenn ihr euch ein kleines Ziel zu Anfang setzt, kann das ebenfalls den Einstieg erleichtern und euch in die Geschichte ziehen. Vielleicht überlegt der Fokus es sich anders und vergisst die Umwelt mal für eine Weile komplett.

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Wie macht ihr das, wenn die Konzentration nicht will? Und findet ihr die Zeit zum regelmäßigen Schreiben?

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