Von Motivation und Selbstvertrauen

Von Motivation und Selbstvertrauen

Es ist wohl wieder diese Zeit im Jahr. Es ist dunkler, Dinge fallen schwerer, irgendwo läuft die Zeit weg. Alles kommt zu kurz und zu viel bleibt liegen. Manche werden das kennen. 

Aber was macht das mit uns, wenn wir das Gefühl haben, dass nichts klappt? Wenn wir denken, dass alles sich gegen uns verschworen hat, weil so vieles gleichzeitig passiert? Wenn wir versuchen, Dinge zu tun, diese dann aber nicht schaffen? Unser Selbstvertrauen leidet, weil wir scheinbar nur schlechte Erfahrungen sammeln. Das Stresslevel steigt, wir sind nervöser, vielleicht auch ungeduldiger und schon schleichen sich kleine Fehler ein. Wir betreten eine Negativ-Spirale. 

Negativ-Spiralen können weit runter reichen, aber es wäre hier nicht der Ort, um euch meine Erfahrungen damit aufzuzeigen. 

Wenn immer alles schief zu laufen scheint, kratzt das am Selbstvertrauen. Wir gehen von einem „Ich kann gut schreiben“ zu einem „Ich produziere nur noch Müll“ in kurzer Zeit. Und wenn dieses Selbstvertrauen erst einmal angekratzt ist, dann leidet schnell die Motivation darunter. Wenn ich glaube, dass ich immer schlechter schreibe, wie kann ich mich dann einfach aufraffen und weiter machen? Es wird immer schwieriger. 

An der Stelle müssen wir kurz innehalten. Schließlich muss uns dieser Zustand erst einmal bewusst werden. Dann erst können wir einen Schritt davon weg machen. 

Wenn wir festgestellt haben, dass wir einen Richtungswechsel brauchen, geht es ans Umdenken. 

Jetzt zählen erstmal nicht mehr die fertigen Manuskripte und großen Wordcounts. Jetzt zählen die kleinen Erfolge. Die kleinen Dinge können wir viel besser überschauen, schneller erledigen und abhaken. Das Abhaken von To Dos gibt uns Dopamin, welches wir wieder in die nächste Aufgabe stecken können. Und ehe wir uns versehen, haben wir plötzlich doch schon etwas mehr geschafft. 

Das sagt sich natürlich jetzt auch recht einfach. Aber dahin zu kommen, ist es vielleicht weniger. 

Nimm dir das nächstbeste kleinste Ziel, das du dir setzen kannst. 500 Wörter die Woche? 30 Minuten Schreibzeit? 

Meine Empfehlung ist in der Hinsicht, sich lieber ein kleines Wochenziel zu setzen. Ich kann mir das natürlich auch auf jeden Tag aufteilen, aber ich ärgere mich vielleicht, wenn ich es mal nicht schaffe. Habe ich für das Ziel die ganze Woche Zeit, dann ist es nicht schlimm, wenn ich mal einen Tag nicht schreibe. Ich kann es mir schließlich aufteilen, wie es für mich passt. Es ist aber wichtig dabei, dass es ein Ziel ist, welches ich (sicher) schaffen kann, wenn ich mir die Prioritäten richtig setze. 

Jedes geschaffte Ziel ist ein kleiner Erfolg, der sich summiert. Jede Menge kleine Erfolge zeigen uns, dass wir etwas schaffen können. Mit diesen Gedanken fällt es schon leichter, das Schreiben weniger negativ zu sehen und damit wächst auch die Motivation wieder. Kein kurzweiliger Prozess, aber nur durch Übung werden wir besser. 

Was motiviert dich zum Schreiben?

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