SEO Crashkurs #3: Alt-Attribute, Meta-Description und URLs
Früher war es geläufig, den Text mit möglichst vielen Keywords zu spicken. Das führte aber meist dazu, dass er am Ende einfach nur schrecklich klang und keiner mehr Spaß am Lesen hatte.
Man spricht hier von „Keyword Stuffing“ – und ich kann dir davon nur abraten! Denn nicht nur deine Lesenden werden das doof finden, sondern heutzutage auch die Suchmaschinen.
Stattdessen gibt es ein paar versteckte Stellen im „Backstage-Bereich“ deines Blogs, wo du Keywords unterbringen kannst.
Das Gute: Sie stören dort nicht UND sind sogar nützlich!
Bilder mit Alt-Attributen
Vergib deinen Bildern unbedingt einen Alternativtext (auch Alt-Attribut oder Alt-Tag genannt). Das kannst du häufig in den Einstellungen deines Editors machen, wenn du das Bild auswählst.
Denn dieser Alternativtext ist nicht nur wichtig für die Barrierefreiheit deiner Website (er wird Menschen mit Sehbehinderung von Screen-Readern vorgelesen, die so verstehen können, was auf dem Bild zu sehen ist), sondern er wird auch von Suchmaschinen ausgewertet, die nicht erfassen können, was die Bilder zeigen.
Daher ist es wichtig, dort ebenfalls Keywords unterzubringen und gleichzeitig verständlich zu beschreiben, was auf dem Bild oder der Grafik zu sehen ist.
Im Übrigen wird dieser Text auch dann auf deiner Website angezeigt, wenn das Bild nicht lädt, zum Beispiel weil die Internetverbindung deiner Lesenden oder die Ladezeit deiner Website zu langsam ist.
Meta-Description und URL
Bei vielen Anbietern kannst du für deine Blogartikel auch eine Meta-Description (das ist der Text, der dann bei Google angezeigt wird) und eine individuelle URL vergeben.
Auch hier rate ich dazu, unbedingt das Hauptkeyword und gegebenenfalls weitere relevante Keywords unterzubringen. Denn auch das wird von Google ausgelesen.
Bei WordPress hast du beispielsweise mit dem kostenlosen Plug-in Yoast viele Möglichkeiten, deine URL und Meta-Description frei zu gestalten.
Übrigens: In der URL musst du nicht die standardmäßig eingestellte Überschrift drin lassen. Denn wenn die Überschrift die Keywords nicht enthält, ist das verschenktes Potenzial, und meist ist sie ohnehin viel zu lang, sodass die URL schlecht zu merken ist.
Manche Anbieter bauen auch automatisch das Veröffentlichungsdatum des Artikels in die URL ein. Auch das würde ich in den Einstellungen ändern, wenn dein Provider es zulässt (bei WordPress ist es möglich).
ACHTUNG! Ändere deine URL niemals nachträglich, wenn der Artikel schon länger online ist!
Vor allem nicht dann, wenn er bereits ein gutes Ranking bei Google hat oder du ihn irgendwo anders verlinkt hast.
In diesem Fall würden deine alten Links ins Leere führen und das ist nicht nur doof für deine Leser*innen, sondern auch schädlich für dein Ranking.
Bei Google würde dein Artikel damit wieder bei 0 anfangen (weil die URL anders ist) und dein alter Artikel wäre als toter Link gelistet.
Wenn du deine URLs bisher also nicht so gemacht hast, wie ich es hier empfohlen habe, schraube bitte, bitte nicht an alten URLs herum oder ändere die URL-Struktur (z. B. in den Einstellungen mit dem automatischen Datum für alle Blogartikel). Denn das könnte wirklich zu einem enormen Traffic-Einbruch führen.
In diesem Fall: Besser in den sauren Apfel beißen.
Es sei denn, du richtest eine Weiterleitung ein. Aber das ist eher was für Fortgeschrittene.
Keywords an Stellen, wo man sie nicht vermutet
Anstatt in deinem Text „Keyword Stuffing“ zu betreiben, ist es sinnvoller, zusätzliche Keywords an Stellen unterzubringen, wo sie nicht stören oder den Lesefluss behindern, wie in der URL, der Meta-Description oder im Alternativtext deiner Bilder und Grafiken.
Damit kannst du dein Ranking auf subtile Weise pushen, ohne deine Lesenden abzuschrecken, und kommst ihnen mit leichter zu merkenden URLs und verbesserter Barrierefreiheit entgegen.
Weitere SEO-Tipps dieser kleinen Crashkurs-Reihe findest du hier.
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